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UHD

UHD-Produktionscodecs im Test

Mit dem Ultra-HD-Fernsehen stehen auch viele neue Produktionscodecs zur Wahl. Um diese Flut zu kanalisieren, hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) gemeinsam mit den deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten einen Test der Codecs initiiert. Von über 200 potenziellen Codecvarianten wurden 45 unter der Leitung des IRT getestet.

Dagmar Driesnack

Mit dem Schritt von HDTV nach UHDTV in der Produktionsumgebung stellt sich auch die Frage, welcher Produktionscodec für den filebasierten Workflow verwendet werden soll. Um Kosten und Transcoding-Zeiten einzusparen, wäre ein gemeinsamer Codec für alle Mainstreamanwendungen ideal. Deshalb hat die EBU zusammen mit der deutschsprachigen Arbeitsgruppe der Sendeanstalten ARD, ZDF, ORF und SRG unter Leitung des IRT einen Codec-Test organisiert und durchgeführt.

Die Auswahlmöglichkeiten von Codec-Parametern, welche der Hersteller vorgibt, und der Kombinationsmöglichkeiten der technischen Parameter von UHDTV wie Auflösung, Farbraum, Dynamikumfang oder Bildwiederholrate sind vielfältig. Daher wurden die Rundfunkanstalten gebeten, mittels eines Mehrheitsentscheids eine Auswahl zu treffen. Somit konnte das Testfeld von über 200 möglichen Kombinationen auf 45 verkleinert werden. Neben den H.264-basierten Codecs AVC Ultra (Panasonic) und XAVC (Sony) in den Varianten Intra und Long-Gop wurden auch die beiden aus den Schnittsystemen bekannten Intra-Codecs DNxHR (Avid) und ProRes (Apple) untersucht. Zusätzlich zu den in Europa vorherrschenden Frameraten von 25 Hz (szenische Produktion) und 50 Hz wurde auch 59,94 Hz in den Test inkludiert. Die Testergebnisse wurden den Rundfunkanstalten zur Verfügung gestellt.